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Über uns

Über Ute Höpfner-DiezemannUtePic

Das berufliche wie auch das öffentliche Wirken von Ute Höpfner-Diezemann (†) waren geprägt von (politischem) Gestaltungswillen mit dem Ziel, die Lebensbedingungen der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Siegen für die Gegenwart und im Hinblick auf Zukünftiges positiv zu gestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, lagen der berufliche und auch kommunalpolitische Fokus auf dem Engagement zugunsten der heranwachsenden Generationen.

Ute Höpfner-Diezemann vertrat die Position, dass den Kindern die Verhältnisse, aus denen sie stammen nicht zur Last gelegt werden dürfen und dass es die Aufgabe der Institutionen einer demokratischen Zivilgesellschaft ist, alle Kinder und Jugendliche bei der Realisierung gesellschaftlicher Teilnahme zu unterstützen. Ihre besondere Art, eine Initiative zu ergreifen kann als pragmatisch-konstruktiv bezeichnet werden. Sie agierte nicht abwartend-ausführend auf politisches Geheiß hin, sondern als Mitglied einer demokratisch-bürgerschaftlichen Gemeinschaft ganz im Sinne von Stephane Hessel um als Erste unter Gleichen zu zeigen “Engagiert Euch!” – das Engagement lohnt sich und kann zum Nutzen Aller sein.

Als langjährige Schulleiterin der Nordschule war es nicht zuletzt ihrer Initiative zu verdanken, dass die Nordschule in Siegen Vorreiterin in Sachen Ganztagsbetreuung während des Unterrichts und auch nachmittags wurde. Auch im Rahmen ihres kommunalpolitischen Engagements standen die Kinder und Jugendlichen immer wieder im Mittelpunkt, was sich in anhand vielerlei Aktivitäten belegen lässt. Seien es der langjährige Vorsitz des Schulausschusses der Stadt Siegen, das Interesse an und die politische Unterstützung von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wie beispielsweise des Jugendzentrums ‘Blue-Box’, sei es der regelmäßige Kontakt zum Stadtjugendring, oder seien es die zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen in diesem Bereich. Auch die Unterstützung der Initiative zur Wiederbelebung des Naturfreibades in ihrem Wahlkreis Eiserfeld steht als Beleg für das Engagement zugunsten von Kindern und Jugendlichen.

Privat waren Ute Höpfner-Diezemann und Michael Diezemann Eltern von vier Kindern und Großeltern zahlreicher Enkel. Sie vermittelten den Wert, das eigene Leben in sozialer Verantwortlichkeit zu gestalten.

Unsere Ziele

„Wir brauchen Zukunftsmodelle, die nicht alles grau und schwarz ausmalen, sondern lohnende Ziele formulieren. Ich möchte, dass die menschliche Gesellschaft wieder etwas optimistischer an ihre Zukunftsplanung herangeht. Die einzelnen Menschen sollen in ihrer Phantasie angeregt werden, auch kleine Änderungen vorzunehmen. Das ist eigentlich das Konzept der Zukunft.“ -Hans-Peter Dürr-

Mit unserem Stiftungsfonds unter dem Dach der Bürgerstiftung Siegen möchten wir im Rahmen einer regelmäßig zu verleihenden Auszeichnung Menschen oder Institutionen fördern, welche sich in der Region in herausragender bzw. vorbildhafter Art und Weise für Kinder, Jugendliche und/oder deren Familien engagieren. Die Auszeichnung ‘Siegener Leuchtturm’ soll alle drei Jahre an solche natürlichen und juristischen Personen, Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften, etc. verliehen werden, welche sich in herausragender bzw. vorbildhafter Art und Weise im Sinne des Gemeinwohls für Kinder, Jugendliche und/oder deren Familien engagieren. Die potentiellen Preisträger sollten in der Region Siegen ansässig sein oder ihre Aktivitäten in der Region Siegen umsetzen. Die Auszeichnung soll Impulse für etwas geben, was Ute Höpfner-Diezemann am Herzen lag – Chancen und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und es wird zusätzlich eine hochwertige Edelstahlskulptur – der ‘Siegener Leuchtturm’ – verliehen, welche der Eiserfelder Künstler Gerhard Theis gestaltet hat. Der symbolische Aspekt der Verleihung geht über den materiellen Aspekt hinaus.  So soll der Preis insbesondere langfristig ein Renommee als öffentlich sichtbares Qualitätsmerkmal mit sich bringen. Es sollen Engagement und seine Vorbildfunktion hervorgehoben und für die breite Öffentlichkeit besser sichtbar gemacht werden. Das Engagement muss gemeinnützig orientiert sein und darf nicht primär kommerzielle Interessen verfolgen. Das Engagement muss unmittelbar oder mittelbar einem/mehreren Mitglied(-ern) einer der benannten Zielgruppen – Kinder, Jugendlichen und/oder deren Familien – zugutekommen, indem es deren Chance auf gesellschaftliche Teilhabe und Teilnahme oder die Qualität der gesellschaftlichen Teilhabe/Teilnahme der Betroffenen verbessert.

 

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Verwendungszweck: Siegener Leuchtturm

Aktuelles

Grußwort von Miriam Pielhau († Moderatorin, ehemals Radio Siegen, WDR, Pro 7, etc)

Lieber Schülerinnen und Schüler des Projektkurses Q1 des Evangelischen Gymnasiums!

 

Jetzt habe ich eine halbe Stunde lang überlegt, wie man ein offizielles, förmliches und lobendes Grußwort am besten beginnt. Mit welchen salbungsvollen Worten ich euch bedenke, welche dem Anlass angemessenen, vielleicht leicht schwülstigen Formulierungen ich finde.

Ich sage es euch lieber gleich: mir ist nix Gescheites eingefallen in der Richtung. Also eröffne ich einfach mit den Worten und Gefühlen, die ich im Herzen trage und in mir spüre, wenn ich an euch und euer tolles Projekt denke. Wenn ich die Bilder von euch und den Flüchtlingen im Dialog vor meinem inneren Augen wieder und wieder sehe.

Ich kenne natürlich das Video über euer Engagement. Ich habe eure Worte gehört. In eure entschlossenen Gesichter geblickt. Ich hatte Gänsehaut. Und Tränen in den Augen. Und ich hätte euch am liebsten die ganze Zeit zugerufen: „Ich bin so irre stolz auf euch! So IRRE, IRRE STOLZ!!! Das, was Ihr da leistet, ist großartig! IHR seid großartig. Großartige, emphatische, wunderbare Menschenskinder.“

So macht es mich im Nachhinein noch glücklicher auch einst ein „Sejerlänner Mädsche“ gewesen zu sein.

Ihr seid ein leuchtendes Vorbild – deswegen zurecht mit dem Leuchtturm ausgezeichnet. Ihr setzt auf so natürliche und doch so eindrucksvolle Art und Weise ein Zeichen der Menschlichkeit und Nächstenliebe. Ihr demonstriert, dass es nicht schwer ist zu helfen. Und dass ein dankbares Lächeln kostbarer ist, als alles andere. Durch eure Arbeit und euer Vorleben von sozialem Engagement helft Ihr, Ängste bei Skeptikern oder „besorgten Bürgern“ abzubauen. Außerdem leistet Ihr einen unschätzbaren Beitrag dazu, dass sich die Menschen, die wir hier aufnehmen, nicht nur willkommen fühlen, sondern sich dank des mitfühlenden Empfangs durch euch umso lieber gerne bei uns integrieren.

Macht weiter so, Ihr Lichtgestalten. Bleibt trotzig und mutig, wenn euch Gegenwind ins Gesicht pustet. Und seid stolz darauf, dass Ihr das Herz am absolut rechten Fleck habt.

 

Ich bin es – von ganzem Herzen.

 

Eure Miriam PielhauBild_Pielhau

 

 

LBS Kundencenter Siegen finanziert Leuchttürme

Foto_SL_Theis_Rompf_2015Foto_SL_Theis_Rompf_2015Der „Siegener Leuchtturm“ wird im Juni 2015 erstmals verliehen werden. Die Auszeichnung des Ute Höpfner-Diezemann Stiftungsfonds soll unter der Überschrift ‘Willkommen bei uns’ herausragendes und vorbildhaftes Engagement zugunsten einer Willkommenskultur gegenüber Kindern und Jugendlichen und deren Familien prämieren. Auf diese Art sollen Projekte gewürdigt werden, die die Chancen und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Region Siegen verbessern.

Die Auszeichnung soll ab 2015 alle drei Jahre durchgeführt werden. Zusätzlich zum Preisgeld von 500 Euro erhalten die Preisträger eine eigens vom Eiserfelder Künstler Gerhard Theis gestaltete Skulptur – den ‘Siegener Leuchtturm’. “Der Leuchtturm symbolisiert die charakteristischen Eigenschaften sowohl der Namensgeberin des Stiftungsfonds als auch der auszuzeichnenden Initiativen, was sich schon in der Auswahl der Materialien wiederspiegelt. Das Fundament besteht aus einer harten Granitplatte, während die aufstrebende Konstruktion aus fast unvergänglichem Edelstahl hergestellt ist. Die zukunftsweisende Bedeutung des Projekts findet sich in den strahlenden und weithin sichtbaren Lichteffekten der Leuchteinheit aus Kristallglas wieder.”, so Gerhard Theis.

Jürgen Rompf, Gebietsleiter im LBS Kundencenter Siegen und langjähriger lokalpolitischer Weggefährte von Ute Höpfner-Diezemann übernimmt bis auf Weiteres die Finanzierung der Leuchtturm-Skulptur. “Es ist mir ein besonderes Anliegen, dieses interessante Projekt zu unterstützen. Wir übernehmen diese Unterstützung nicht nur deshalb gern, weil ich Ute Höpfner-Diezemann lange Jahre persönlich gut kannte, sondern auch weil diese Auszeichnung meiner Meinung nach einen wichtigen Impuls für die zivilgesellschaftliche Entwicklung der Region Siegen setzen kann.”P1030712

SVB spendet lokal – 3000 € für “Siegener Leuchtturm” (Siegerlandkurier, 21.12.2014)

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v.l.: Alfred Richter (Geschäftsführer SVB), Eckart Diezemann, Peter Weil (Leiter Vertrieb SVB)

Siegen. Die Siegener Versorgungsbetriebe unterstützten mit ihrer traditionellen Weihnachtsspende in diesem Jahr den Jugendförderpreis „Siegener Leuchtturm“ des Ute-Höpfner-Diezemann Stiftungsfonds. Der Spendenbetrag fließt als Zustiftung in das Stiftungskapital. Seit 2008 verzichten die Siegener Versorgungsbetriebe auf die Verteilung von Weihnachtsgeschenken an Kunden und Geschäftspartner und spenden stattdessen jährlich eine entsprechende Summe an gemeinnützige und karitative Vereine und Initiativen. „Als lokaler Versorger sind wir ein Teil der Region. Unsere Kunden leben mehrheitlich hier vor Ort und wir wollen, dass ihnen auch unsere Weihnachtsspende zu Gute kommt. Deshalb ist es uns so wichtig, dass unsere Spende in der Region bleibt“, so Richter. „Ich freue mich, dass die Weihnachtsspende in diesem Jahr erstmals an den Ute-Höpfner-Diezemann Stiftungsfonds geht. Der neue Förderpreis ist eine großartige Idee und bringt frischen Wind für unsere sozialen Einrichtungen und Initiativen. “

 

Mit dem „Siegener Leuchtturm“ will der Ute-Höpfner-Diezemann Stiftungsfonds im kommenden Jahr erstmals Vorhaben und Initiativen würdigen, die vorbildliches Engagement und herausragende Leistungen zugunsten von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zeigen. Außerdem sollen die Initiativen durch die Preisverleihung stärker in den öffentlichen Fokus gerückt werden und dadurch mehr Aufmerksamkeit und Zuspruch erhalten. Dotiert ist die Auszeichnung mit 500 Euro. Der Preisträger soll von einer zwölfköpfigen Jury bestimmt werden: sechs Experten aus dem Bereich Jugend und Soziales sowie zusätzlich sechs gleichberechtigte Jugendliche.

Preisträger 2015

  Siegener Leuchtturm an Projektkurs Q1 des Evangelischen Gymnasiums verliehen

Schülerinnen und Schüler wollen Auszeichnung nutzen um Bewusstsein zu schaffen

Videoporttrait der PreisträgerInnen unter https://vimeo.com/130981483

Erstmals wurde in diesem Jahr der Siegener Leuchtturm verliehen. Die diesjährige Verleihung der vom Ute Höpfner-Diezemann Stiftungsfonds initiierten Auszeichnung im Rahmen des Festakts zum zehnjährigen Bestehen der Bürgerstiftung Siegen stand unter dem Motto “Willkommen bei uns”. Unter diesem Motto hatte die Jury, der erwachsene Experten aus den Bereichen Jugend / Bildung / Soziales und Vertreterinnen des Siegener Jugendparlaments angehören, zwischen Februar und April um Bewerbungen und Vorschläge gebeten. ,,Es hat uns sehr gefreut, dass insgesamt über 2O Bewerbungen und Vorschläge eingegangen sind. Das zeigt eindrucks-voll, dass in der Region Siegen Bürgerstiftung Martinikirche 19-6-15 -2010ein vielfältiges Engagement in Sachen Willkommenskultur stattfindet.” sagt der Schirmherr des Siegener Leuchtturms, Bürgermeister Steffen Mues.

In den Räumlichkeiten des Projektpartners Siegener Versorgungsbetriebe hat die Jury in ihrer Sitzung im Mai in einen mehrstufigen, kriteriengeleiteten Diskussionsprozess einen Preisträger ausgewählt. Die Schülerinnen und Schüler des Projektkurses QI des Evangelischen Gymnasiums Siegen haben sich insbesondere für junge Flüchtlinge aus der städtischen Übergangseinrichtung im Wiesental engagiert. „ Die Jury hat es sehr überzeugt, wie der Projektkurs einerseits konkrete Hilfe auf Augenhöhe für die jugendlichen Flüchtlinge geleistet hat und sich gleichzeitig im Bildungsprojekt mit den Themen wie Gründe für Flucht und Asyl in Europa auseinandergesetzt hat. Das ist der Grundgedanke des Siegener Leuchtturms: Solche herausragenden Beispiele für nachhaltiges Engagement in den Fokus der breiten Öffentlichkeit zu heben und damit zur Nachahmung anzuregen.”, so Dr. Eckart Diezemann, Sohn der 2013 verstorbenen Namensgeberin des StiftungsfTag der Stiftungen 20-6-15 -2195onds. Die Schülerinnen und Schüler sehen im Nachhinein in der Projektarbeit eine persönliche Bereicherung und gleichzeitig Verbesserungsbedarf. „Wir haben das Projekt als Balanceakt zwischen einer sinnstiftenden Erfahrung und der Betroffenheit über die Situation der Flüchtlinge erlebt. Neben einer notwendigen Professionalisierung der Flüchtlingsarbeit halten wir auch eine regelmäßige Berichterstattung über die Umstände, in denen die Menschen leben sowie eine abgestimmte und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wohlfahrtsverbänden und ehrenamtlichen Helfern für sehr wichtig” heißt es in einer Stellungnahme der Schülerinnen und Schüler. Sie wollen die Auszeichnung nutzen, um Bewusstsein für die problematische Situation der Flüchtlinge zu schaffen und auf Missstände in der Flüchtlingsarbeit hinzuweisen. So sollen noch mehr Menschen angeregt werden, sich an dieser Stelle zu engagieren. ,,Das Preisgeld werden wir nutzen, um unsere begonnene Arbeit fortzusetzen.”Tag der Stiftungen 20-6-15 -2204

Der zweite Platz geht an die Schülerinnen Sofia Baig, Melina Kutsche und Li Marie Mayr. Die drei jungen Frauen haben an der Gesamtschule Kreuztal Spenden unter Anderem für Schulsachen gesammelt, die Kindern und Jugendlichen in der Erstaufnahmeinrichtung in Burbach zuTag der Stiftungen 20-6-15 -2171gutekamen. Der dritte Preis geht an die Nachbarschaftsinitiative Flammersbach (www.flammersbach.org), die sich um Flüchtlingsfamilien kümmert, welche im Bürgerhaus des Ortes untergebracht sind.

 

 

 

 

Grußwort von Bürgermeister Steffen Mues zum Jubiläum der Bürgerstiftung / Laudatio zur Verleihung des 1. „Leuchtturms“

19.06.2015, Martinikirche, 19 Uhr

 

“Sehr geehrter Herr Bundespräsident,Bürgerstiftung Martinikirche 19-6-15 20-

(…)

liebe Gastgeber und liebe Gäste dieser Jubiläumsfeier,

liebe Leuchtturm-Gewinner,

(…)

Ich freue mich sehr, in diesem feierlichen Rahmen den 1. Siegener Leuchtturm des unter dem Dach der Bürgerstiftung stehenden Ute-Höpfner-Diezemann-Stiftungsfonds überreichen zu dürfen – und das dann noch in Anwesenheit unseres Bundespräsidenten a.D., Herr Professor Köhler, der uns zuvor die Ehre erwiesen hat, sich im Rubenssaal des Oberen Schlosses in das Goldene Buch der Stadt Siegen einzutragen!

Im Sinne der 2013 – viel zu früh – verstorbenen, sozial sehr engagierten Kommunalpolitikerin Ute Höpfner-Diezemann hat ihre Familie diesen Preis ins Leben gerufen, um die Chancen und Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in der Region zu verbessern – denn das war Zeit ihres Lebens Utes Anliegen und ihr Verständnis von sozialer Verantwortung.

Meine Damen und Herren,

Sie haben es gehört und gesehen: Das Besondere an diesem Förderpreis ist, dass er ein innovatives gesellschaftspoBürgerstiftung Martinikirche 19-6-15 -2097litisches Zeichen setzt. Dass er Jugendlichen gezielt Gehör verschafft und sie an vorderster Stelle einbezieht: Er ist nämlich nicht nur für Jugendliche, die Jury besteht auch zur Hälfte aus Jugendlichen. Das ist in unserer Region bislang einmalig.

Gesucht wurde also ein Projekt mit besonderer Strahlkraft, das regionales Vorbild sein und die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien in der Region Siegen nachhaltig verbessern kann, und zwar in diesem ersten Jahr der Preisvergabe mit Blick auf eine vorbildliche Willkommenskultur. Der Trailer hat deutlich gemacht: Ein würdiges Sieger-Projekt wurde nicht nur gesucht, es wurde auch gefunden!

Die Ermittlung der Preisträger ist in einem mehrstufigen Verfahren erfolgt. Sage und schreibe 21 Bewerbungen für den Preis hat es in diesem ersten Jahr gegeben. Die Gewinner wurden Ihnen schon vorgestellt, auch die Plätze zwei und drei will ich Ihnen nicht vorenthalten und zumindest hier nennen: Es sind die Gesamtschule Kreuztal (mit einer Spendensammlung) und die Nachbarschaftsinitiative Flammersbach.

Als Schirmherr und Jurymitglied habe ich die Zusammenarbeit im Auswahlprozess als sehr positiv und fruchtbar erlebt, und ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden: bei den Mitgliedern des Jugendparlaments, bei Dr. Verena Plath (Moderation), Prof. Richard Huisinga, SchBürgerstiftung Martinikirche 19-6-15 -0665ulrat Walter Sidenstein, Jugendamtsleiter André Schmidt, Reiner Schmidt als Vorstand der Bürgerstiftung, und natürlich bei der Familie Diezemann, die das Vermächtnis von Ute Höpfner-Diezemann mit Weitblick, Liebe zum Detail und Leidenschaft weiterführt.

Meine Damen und Herren,

zum Inhalt des Sieger-Projekts muss nicht mehr viel gesagt werden, den Preisträgern liegt aber, wie ich weiß, eines sehr am Herzen: nämlich dass ihre Sicht auf die Flüchtlings-Problematik kommuniziert wird.

Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach. Also:

Der Projektkurs hat bei der Begegnung und im Austausch mit Flüchtlingen vor allem eines festgestellt und untermauert: Ganz wesentlich sind bei der Flüchtlingsaufnahme die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteuren und die Vernetzung aller Beteiligten – von Behörden und Verbänden über die Presse und Ehrenamtliche, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter, Vereine, die Nachbarschaften der Unterkünfte bis hin zu Schulen. Es besteht noch immer ein hoher Bedarf an Maßnahmen zur stärkeren Professionalisierung des Flüchtlingswesens, so etwa Sprachkurse, Integrationspaten, Fortbildungen und Supervisions-AngBürgerstiftung Martinikirche 19-6-15 -0658ebote.

An einer unserer Stadtführungen speziell für Flüchtlinge, die ich Anfang des Jahres ins Leben gerufen habe und inzwischen schon drei Mal durchgeführt habe, hat auch die Projektgruppe des EVAU mit Flüchtlingen „ihrer“ Übergangseinrichtung teilgenommen. Wir konnten uns hierbei auch schon persönlich über die eben angesprochenen Themen austauschen, so dass ich weiß, wie engagiert sich die Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt haben.

Das Projekt hat außerdem ohne Frage eine besondere Willkommenskultur erzeugt. Was hier im Fokus steht, ist der sehr gute persönliche Kontakt – und der wiegt am Ende, so war die Jury sich einig, am allermeisten. Die EVAU‘ler haben die Flüchtlinge mit offenen Armen, offenem Herzen und offenem Geist und Neugierde empfangen. Ich denke, damit wurde unter den Bewerbern ein hoch verdienter Sieger ausgewählt. Die Preisträger haben außerdem signalisiert, dass sie die gewonnenen Erfahrungen im Sinne der Nachhaltigkeit der geleisteten Arbeit weitergeben möchten.

Bleibt abschließend nur noch ein Wunsch: dass nämlich dieser ersten Leuchtturm-Preisvergabe viele weitere folgen werden – viele Projekte mit ebensolcher besonderen Strahlkraft, die das Gute in der Region Siegen fördern!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit – und jetzt freue ich mich, den Gewinnerinnen und Gewinnern den 1. Siegener Leuchtturm des Ute-Höpfner-Diezemann-Stiftungsfonds zu überreichen.

Steffen Mues

Bürgermeister und Schirmherr des Siegener Leuchtturms”

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